Nadja Bucher: Rosa gegen den Dreck der Welt (Milena 2011, 207 Seiten)

Mit “Rosa gegen den Dreck der Welt” startet “Die Lektoriatskanzlei” ihren Blog zum Thema “Aktuelle österreichische Literatur”. Alle vier bis sechs Wochen wird ein Buch einer österreichischen Autorin/eines österreichischen Autors vorgestellt und zur Diskussion “freigegeben”. Die AutorInnen müssen nicht zwangsläufig in Österreich geboren worden sein. Die Sozialisation ist entscheidend. Parallel dazu findet eine Diskussion auch in Graz statt. Die Termine der “Leserunde Graz” werden sowohl hier, als auch bei Facebook (Leserunde Graz) rechtzeitig bekannt gegeben. Wir wünschen allen viel Vergnügen und hoffen auf eine rege Teilnahme.

Rosa, Anfang 40, Putzfrau mit ramponierter Vergangenheit und intaktem ökologischem Bewusstsein, reinigt Wohnungen in Wien spurenlos und ohne emotionale Beteiligung. An den urbanen Schrulligkeiten ihrer Auftraggeberinnen gleitet sie vorüber wie ihre geliebte Holzbürste am Parkett. Nichts bringt sie aus dem Rhythmus zwischen Bioladen und gegen Null gehenden sozialen Kontakten. Bis Rosa in die saubere Wohnung ihrer neuen, stets abwesenden Kundin Hatschek kommt … Aus alltäglichen Gebrauchsgegenständen und pseudobrisanten Details zimmert Rosa ein Bild von Hatschek, dem sie zunehmend verfällt. Auf der verzweifelten Suche nach einer Gleichgesinnten gerät Rosa in Rage. Bald greift sie zu anderen Mitteln als ihrem bewährten Bioessig und räumt auch sonst gehörig auf. Jedoch: Kann Rosa die wahre Hatschek wirklich ans Licht kehren?

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